E-LIS – Bibliothek 2.0 – Die Zukunft der Bibliothek?

Ende November erschien im Bibliotheksdienst ein Aufsatz von Patrick Danowski und Lambert Heller mit dem Titel Bibliothek 2.0 – Die Zukunft der Bibliothek? (hier verlinkt auf den Preprint bei E-LIS). Thematisiert werden hier auch die Zukunft der in Bibliotheken arbeitenden Menschen und deren zukünftigen Funktionen, dabei wird implizit auch der Bereich Informationskompetenz gestreift! Was bedeutet das Web 2.0 für die Förderung von Informationskompetenz durch Bibliotheken in der Zukunft? Ändert sich nicht auch das, was man unter Informationskompetenz verstehen wird?

TP: Artikel auf Deutsch über Emanuel Goldberg

Bei Telepolis erschien ein Artikel von Frank Hartmann zu Emanuel Goldberg mit dem Titel TP: „Die Metaphysik blinzelt“ sowie dem Untertitel:

Von der Reprografik zur Wissensmaschine- Der Fall des Chemikers und Ingenieur für Präzisionstechnik Emanuel Goldberg, ein Cold Case der Technikgeschichte

. Der Aufsatz beruht auf der Goldberg-Biographie von Michael Buckland.

Folien eines Vortrages zum Web 2.0 und dessen pädagogische Relevanz

Schöne Folien, die eine sehr gute Zusammenfassung auch zum Web 2.0 als Ganzes bieten!

NotizBlog
Stefanie Panke hielt im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Hochschulmedienrates der HTWG Konstanz am 29. November 2006 einen Vortrag zum Thema „Web 2.0 und das Comeback der Partizipation. Pädagogische Potentiale von Weblogs, Wikis & Co“.

Die Folien stehen im Portal von E-teaching.org in der Rubrik Veranstaltungsarchiv zum Download bereit.

Aufsatz zur Geschichte der Fachinformationspolitik in Deutschland

Zufällig im Netz gefunden diesen Aufsatz von Hans-Christoph Hobohm:

Das Verhältnis zur Dokumentation – Fachinformationspolitik in den 70er und 80er Jahren in Deutschland. In: Die 70er und 80er Jahre des 20. Jahrhunderts: Auf dem Weg in die Informationsgesellschaft. 13. Jahrestagung des Wolfenbütteler Arbeitskreises für Bibliotheks-, Buch- und Mediengeschichte am 10. – 12. Mai 2004 an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, hrsg. v. Peter Vodosek. Wiesbaden 2007 (im Druck)

netzpolitik.org: Folien Creative-Commons-Präsentation

Am Donnerstagabend, den 7.12.2006, hörte ich einen schönen
Vortrag von Markus Beckedahl zu Creative Commons. Die Folien findet man über seinen Weblog
Netzpoltik.org – Aktuelle Berichterstattung rund um die politischen Themen der Informationsgesellschaft.

Auch das Thema Informationspolitik ist einer der Dimensionen von Informationskompetenz!

Zitieren im Rahmen wissenschaftlichen Arbeitens und das Netz (Bettina Berendt)

Ein sehr interessanter Aufsatz zum Thema Zitieren, verknüpft mit einem Einstieg über Google. Es geht nicht nur um das „Wie“ des Zitierens, sondern vor allem auch um das „Warum“, all dies besonders gut auch für Naturwissenschaftler und Ingenieure geeignet!

Berendt, B. (2003). Studentische Literaturarbeit in Zeiten des World Wide Web. In B. Berendt, H.-P. Voss, & J. Wildt (Eds.), Neues Handbuch Hochschullehre (G3.3, pp. 1-30). Berlin: Raabe Fachverlag für Wissenschaftsinformation.

Verlinkt als PDF auf der
Homepage der Autorin Bettina Berendt.

Es gibt auch schon eine neue Version. leider nicht als PDF:
Berendt, B. (2006). Studentische Literaturarbeit in Zeiten des World Wide Web. (überarbeitete und aktualisierte Version). In B. Berendt, H.-P. Voss, & J. Wildt (Eds.), Neues Handbuch Hochschullehre – Best Of. Berlin: Raabe Fachverlag für Wissenschaftsinformation.

Journal of Chemical Information and Computer Sciences – Jubiläumsausgabe 1985

Die Ausgabe zum 25. Jubiläum der Zeitschrift Journal of Chemical Information and Computer Sciences (Vol. 25, No. 3: August 1985) ist seit diesem Jahr als Nationallizenz deutschlandweit in Uni-Netzen zugänglich. Enthält eine Vielzahl an Aufsätzen zur Geschichte der Chemie-Information, u.a. von Hermann Skolnik, Eugene Garfield, Robert Fugmann u.a.

Ostwald und die Brücke in den Nachrichten aus der Chemie!

Ein Nachtrag:

In Heft 06/2006 der Nachrichten aus der Chemie wurde ein Aufsatz von Horst Remane mit dem Titel Wilhelm Ostwald und die „Organisation der geistigen Arbeit“publiziert.

Kurz nach der Verleihung des Nobelpreises für Chemie hat Wilhelm Ostwald mit dem „Brücke-Institut“ und Ansätzen wie „Weltformat“ und „Weltregistratur“ versucht, Standardisierung, Archivierung und Weitergabe menschlichen Wissens voranzutreiben.

Im gleichen Heft erschien auch ein kleiner Beitrag von mir mit dem Titel „Helfer im Informationsdschungel“ (Nachrichten aus der Chemie 54(2006)719-720).

Das Zusammentreffen dieser beiden Artikel veranlasste mich zu einem Leserbrief, der in einem der nächsten Hefte auch publiziert wurde:

Leserbrief für die Abteilung „Korrespondenz“ der Nachrichten aus der Chemie

Das mein Beitrag zum Alltag eines Informationsspezialisten in einer Universitätsbibliothek im gleichen Heft wie der informative Bericht von Horst Remane über Wilhelm Ostwald und die „Brücke“ [Nachr. Chem 2006, 54, 645] erschien, hat durchaus symbolischen Charakter, hat doch Ostwald schon 1909 erkannt, dass es immer notwendiger sei, „den Nachrichtendienst in der Wissenschaft … so auszubilden, dass er von besonders geschickten, weil in solchen Arbeiten geübten Mitarbeitern geleistet wird.“ [Energet. Grundlg. d. Kulturwiss., S. 175]

Zu wenig findet für mich in Remanes Beitrag Berücksichtigung, dass Ostwalds Ideen auch Vorläufer hatten und gleichzeitig Teil einer Art bibliographischer oder Dokumentationsbewegung waren, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts aufgrund des gewaltigen Literaturwachstums besonders in den naturwissenschaftlich-technischen Fächern ausbildete [siehe zum folgenden T. Hapke: Ordnung, Fragmentierung und Popularisierung: Wilhelm Ostwald zur wissenschaftlichen Information und Kommunikation. S. 63-78. In: Wissenschaftstheorie und -organisation : Vorträge zu dem Symposium anlässlich des 150. Geburtstages. Großbothen, Mitteilungen der Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft, Sonderheft 19, 2004].

So gründete der Belgier Paul Otlet 1895 in Brüssel ein Institut International de Bibliographie, um alles Gedruckte auf Karteikarten bibliographisch zu erfassen. Brücke-Mitbegründer Karl W. Bührer initiierte 1905 eine Internationale Monogesellschaft. Diese stellte sogenannte Monos her, kleine Karten in standardisiertem Format, eine Art Reklame-Bildchen – sicher ein eher amüsantes Detail. Im gleichen Jahr hatte Hermann Beck in Berlin ein Internationales Institut für Techno-Bibliographie ins Leben gerufen. In den zwanziger und dreissiger Jahren arbeitete das von Jean Gérard mitbegründete „Maison de la Chimie“ in Paris als eine Art französische Brücke der Chemie. Schon 1914 hatte Ostwald seine Idee eines Internationalen Instituts der Chemie in der Zeitschrift Science weltweit bekanntgemacht.

Eine kulturgeschichtliche Einordnung solcher Weltprojekte lieferte gerade der Medienhistoriker Markus Krajewski [Restlosigkeit : Weltprojekte um 1900. Fischer, 2006], der sich auch intensiv mit Ostwald auseinandersetzt.

Ein weiteres wenig bekanntes Detail in der Geschichte des modernen Informationswesens stellt die Tatsache dar, dass einer der Doktoranten in Ostwalds Institut in Leipzig, der Photochemiker und Erfinder Emanuel Goldberg, schon im Jahre 1931 eine „Statistische Maschine“ genannte Dokumenten-Suchmaschine vorstellte, bei der auf einem Mikrofilm gespeicherte Dokumente mit Hilfe einer photoelektrischen Zelle und definierten Such-Codes gesucht und gefunden werden konnten [dazu Michael Buckland: Emanuel Goldberg and his knowledge machine : information, invention, and political forces. Libraries Unlimited, 2006].

Weitere Links zur Geschichte wissenschaftlicher Information und Kommunikation bietet die Webseite www.tu-harburg.de/b/hapke/infohist.htm

Thomas Hapke, Lüneburg

Search Alternatives and Beyond in EDUCAUSE Quarterly

Ein super Artikel zum Recherchieren als Teilbereich der Informationskompetenz – auch über herkömmliche Quellen hinaus!

EDUCAUSE Quarterly | Volume 29 Number 3 2006

Search Alternatives and Beyond

Despite satisfaction with their methods and results, a majority of searchers don’t really know what they’re doing—but they have alternatives
By Steven J. Bell