Der französische Physiker Henri Poincaré erwähnt in seinem zuerst 1904 erschienenen Werk "Wissenschaft und Hypothese" auch Bibliotheken (Auf Poincaré im Zusammenhang mit Bibliotheken bin ich schon vor einiger Zeit beim Lesen eines Aufsatzes von Alex Csiszar gestoßen.)
„Man gestatte mir, die Wissenschaft mit einer Bibliothek zu vergleichen, welche unaufhörlich wachsen soll; der Bibliothekar verfügt für seine Ankäufe nur über ungenügende Mittel; er muß sich bemühen, dieselben nicht zu vergeuden.
Die Experimental-Physik spielt die Rolle des Bibliothekars; sie ist mit den Ankäufen beauftragt; sie allein kann also die Bibliothek bereichern.
Was die mathematische Physik betrifft, so hat sie die Mission, den Katalog herzustellen. Wenn dieser Katalog gut gemacht ist, so wird die Bibliothek deshalb nicht reicher; aber der Katalog ist für den Leser notwendig, um sich die Reichtümer der Bibliothek zu Nutze zu machen.
Indem der Katalog ferner den Bibliothekar auf die Lücken seiner Sammlungen aufmerksam macht, setzt er ihn in den Stand, von seinen Mitteln einen vernünftigen Gebrauch zu machen; und das ist um so wichtiger, als diese Mittel gänzlich ungenügend sind.
Das ist also die Rolle der mathematischen Physik, sie muß die Verallgemeinerang in dem Sinne leiten daß sie, wie ich mich soeben ausdrückte, den Nutzeffekt der Wissenschaft erhöht. …“
(Zitiert nach Henri Poincaré: Wissenschaft und Hypothese. 2., verb. Aufl. Leipzig : Teubner, 1906. S. 146.)
Weil so schön ist, das Ganze auch noch in Englisch:
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