Archiv für die Kategorie ‘Libraries in general’

Gedanken zu Open Data aus Bibliotheken und der Problematik von Non-commercial-Lizenzen

Freitag, 27. August 2010

Diese quick&dirty zusammengestellte Übersicht zum Thema Open Linked Data und Bibliotheken diskutiert die Frage von Entscheidungen bzgl. einer etwaigen Lizenz zur Veröffentlichung von Katalogdaten. Gerade die Frage, ob eine kommerzielle Nutzung erlaubt werden soll oder nicht, ist immer wieder diskussionswürdig.

Das HBZ stellt seine Lizenzen komplett in die Public Domain, während die UB Mannheim etwas schwammig formuliert, aber kommerzielle Nutzung zunächst definitiv ausschliesst. Auch der Linked Data Service der Deutschen Nationalbibliothek lässt eine kommerzielle Nutzung nicht [Änderung 30.8.2010:] nur nach Absprache zu.

Die für mich fundierteste Übersicht zum Thema Open Linked Data und Bibliotheken bieten Adrian Pohl und Felix Ostrowski. Sie schreiben in einem der in ihrem Blog verlinkten Texten mit dem Titel “Open Data im hbz-Verbund” (S. 5-6):

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Zur Archäologie von Metadaten – ein Erfahrungsbericht

Donnerstag, 24. Juni 2010

Auf dem BibCamp wurde ich von Adrian Pohl nach Literatur zur Geschichte der Katalogisierung und von Metadaten gefragt. Bisher habe ich leider keine Zeit gefunden, hier mal zu schauen, was dazu schon veröffentlicht wurde. Die Aktivitäten der Brücke kann man sicher dazu zählen, vgl. die Folien 25 und 26 meiner Präsentation "Information damals".

Aber auch aktuell genutzte Metadaten haben eine Geschichte, was ich an zwei Beispielen illustrieren möchte.
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Nachdenken über … Gedanken zum Bibcamp 2010 in Hannover

Dienstag, 11. Mai 2010

Das Bibcamp in Hannover am 7. und 8. Mai 2010 war wirklich eine aussergewöhnliche Veranstaltung, dank all der Teilnehmenden, Organisatoren und Sponsoren! Ein paar allgemeine Bemerkungen zum Bibcamp:

  • Bei sonstigen Bibliothekskonferenzen reist man an, weiss schon vorher genau, wer zu welchen Themen vorträgt. Manchmal weiss man sogar im voraus, was derjenige sagen wird. 8-) 30 Minuten Vortragszeit wird von den Vortragenden meistens zu 90% ausgenutzt und dann bleibt maximal noch Zeit für ein, zwei Fragen. Diskussionen passeren selten und wenn nur privat in den Pausen.
  • Ganz anders das Bibcamp! Man fährt hin, ohne genau zu wissen, was einen erwartet. Man weiss, man kann selbst eine Session vorschlagen, ist sich aber unsicher, ob es dafür überhaupt genug Zuhörende gibt. Die Vorschläge bei der Sessionplanung zeigten dann ganz schnell, dass man sich eigentlich drei- oder vierteilen müsste, um all diese interessanten Themen mitzubekommen. Man kann dann nur auf eine gute Dokumentation im Bibcamp-Wiki hoffen! Lange Vorträge sind tabu und die Nutzung von Folien wird kritisch hinterfragt. Bei allen Sessions, die ich besucht habe, wurde in der Regel mit mindestens einem Diskussionsbeitrag vom gröten Teil der Session-Teilnehmenden etwas beigesteuert!
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Vom Aprilscherz zur Zukunft des Bibliothekskataloges

Mittwoch, 21. April 2010

Eigentlich war das Ganze als April-Scherz geplant: Um deutlich zu machen, dass es Open-Source-Komponenten für Bibliothekskataloge und lokale Bibliothekssysteme gibt, die durchaus mit kommerziellen Lösungen (wie Touchpoint und Primo) mithalten können, sollte ein auf der Nutzung der Software vufind basierter Fake einer neuen Oberfläche für den Katalog der Universitätsbibliothek der TU Hamburg-Harburg angeboten werden. Schnell wurde bei den beiden Kollegen Oliver Marahrens und Heiko Weier, die diese Idee hatten, deutlich, dass hier mehr rauskommen kann und innerhalb kurzer Zeit (ohne irgendwelche Fokusgruppen-Interviews und Usability-Tests) war eine gut funktionierende Oberfläche verfügbar, die dann am 1. April als Beta-Version online ging. Nun wirft das Ergebnis dieses Aprilscherzes auch Fragen nach der Zukunft von Bibliothekskatalogen überhaupt auf!

Im Sinne der Zukunftswerkstatt hat die TUHH-Bibliothek einfach etwas ausprobiert, und damit herumgespielt. Web 2.0 heisst eben mitmachen, mitproduzieren und selbst ausprobieren. Und wie es mein Kollege Heiko Weier ausdrückt:

“Vielfalt ist das Schlagwort. Manche mögen OPC4, andere Beluga, oder Touchpoint, oder Primo oder eben Vufind…”

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Das britische Netzwerk für Forschungs-Information

Donnerstag, 15. April 2010

Angeregt durch einen Hinweis von Sheila Webber in ihrem Blog auf einen Guide zum Thema Peer Review habe ich die Website des britischen Research Information Networks (RIN) etwas genauer angeschaut, wahrlich eine Fundgrube (vgl. z.B. die "current news"). Schade, dass es so etwas nicht in Deutschland gibt!

Themen des RIN sind:

  • Using and accessing information resources
  • Communicating and disseminating research
  • Data management and curation
  • Research funding: policy and guidance
  • Researcher development and skills

Challenges for academic libraries in difficult economic times heisst zum Beispiel ein Report, der erst vor kurzem veröffentlicht wurde!

Informationskompetenz plus – zur Zukunft der Bibliotheken : Beobachtungen vom Bibliothekskongress in Leipzig 2010

Mittwoch, 24. März 2010

Bibliothekskongresse oder Bibliothekartage bieten eigentlich immer eine Fülle von Anregungen für die eigene Praxis oder Reflexion, nicht anders diesmal mein zweitägiger Besuch des Bibliothekskongresses in Leipzig. Zufällig 8-) war ich bei den meisten der Sessions zum Thema Informationskompetenz mit dabei, herausragend dabei diejenige am Mittwoch nachmittag mit Vorträgen, die das klassisch-bibliothekarische Verständnis von Informationskompetenz weiterdenken. Ein weiteres Highlight war für mich die Frage der Zukunft der Bibliotheken, ein Thema, das sich durchaus mit meinem normalen Schwerpunkt vereinbaren lässt. Viele der Vorträge stehen schon jetzt als Folien auf dem BIB-Dokumentenserver zur Verfügung.
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Informationskompetenz-Politik

Dienstag, 23. Februar 2010

Durch Heft 2010/1 der VDB-Mitteilungen des Vereins Deutscher Bibliothekare wurde ich aufmerksam auf eine sogenannte Hamburger Erklärung des VDB mit dem Titel "Wissenschaftliche Bibliotheken in Deutschland unterstützen die neuen Studiengänge durch die nachhaltige Förderung von Informations- und Medienkompetenz". Inhaltlich ist dies alles keine Überraschung und wenn es der Praxis hilft, sicher auch sinnvoll! Was mir gut gefällt, ist die gemeinsame Nennung von "Informations- und Medienkompetenz" als zwei Seiten einer Medaille! Gerade politisch ist der Begriff "Medienkompetenz" (auch auf EU-Ebene) doch wesentlich eingeführter!

Interessant, und für mich das erste Mal offiziell erwähnt, ist folgender Satz

Die Leitlinien für die inhaltliche Ausgestaltung der Kursangebote bilden die vom Deutschen Bibliotheksverband verabschiedeten "Standards der Informationskompetenz für Studierende".

Die Diskussion des letzten Jahres um nationale Standards von Informationskompetenz (hier meine Meinungsäusserung in diesem Blog) war für mich offiziell eigentlich immer noch offen, und es wurde bisher nichts verabschiedet!? Auch auf den Seiten des Deutschen Bibliotheksverbandes, Sektion 4 (Wissenschaftliche Bibliotheken) findet sich immer noch der Entwurf von Ende März 2009. Aber dies ist wohl Politik. 8-) Ich bin immer noch der Meinung, dass wir bei der Diskussion um Informationskompetenz jeden Eindruck vermeiden sollten, als ob Bibliotheken damit ihre Legitimation steigern wollen, auch wenn man dies durchaus kritisch sehen (hier Fabian Franke) kann.

Vor Jahren fand ich die Diskussion (hier ein paar Google Links, siehe auch die Diskussion in der Information Literacy Instruction Discussion List ab Januar 2005) um den Aufsatz von Stanley Wilder “Information literacy makes all the wrong assumptions” aus 2005 sehr spannend, der leider im Volltext nicht frei verfügbar ist. Vieles in dem Aufsatz ist sicher richtig, z.B. die Nähe von Informationskompetenz und Lernen bzw. Informationskompetenz und Lesen/Schreiben, manches reizt uns in Bibliotheken Arbeitende zur Diskussion, aber dafür ist solch eine Außensicht auch da!. Eine übersetzte, deutsche Version des Aufsatzes habe ich vor kurzen zufällig in Basedow1764’s Weblog gefunden.

Warum nutze ich Web 2.0 Tools?

Donnerstag, 14. Januar 2010

In einem Gespräch an der TUHH kam wieder einmal die Frage auf, warum und aus welchen Beweggründen so viele das Web 2.0 nutzen? Es ist anscheinend immer noch nicht für jeden vorstellbar, Web 2.0 Dienste zu nutzen. Sicher nutzen viele das Web 2.0 auch, ohne dass ihnen dies bewusst ist. Dies gilt z.B. vielelicht für Wikipedia. Und sicher müsste man zunächst klären, was genau nun das Web 2.0 ist und was Nutzung genau meint.

Aus meiner persönlichen Sicht möchte ich dies einfach mal für mich aus praktischem Erleben heraus zusammenfassen und in meinen Blog stellen. Ich möchte dazu meine Gedanken auf verschiedenen Ebenen bzw. aus unterschiedlichen Sichten darlegen. Die Frage, die jetzt sofort auftaucht, warum mache ich diese nun in meinem Blog und schicke meine Gedanken nicht nur an die Teilnehmenden der erwähnten Gesprächsrunde? Ein Grund dafür ist sicher, dass diese vielleicht auch für andere interessant sind (hoffe ich zumindestens! 8-) )!

Warum nutze ich Web 2.0 Tools …

  • aus der Sicht der persönlichen Informations- und Ideengewinnung?
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Elektronische Karteikartensysteme

Mittwoch, 06. Januar 2010

Vor einiger Zeit bekam ich über das Auskunftssystem "Fragen Sie Hamburger Bibliotheken" sinngemäß folgenden Anfrage:
“Ich möchte mich zum Thema elektronisches Karteikartensystem informieren und sehe mich überfordert, etwas derartiges zu finden. Was können Sie mir zu diesem Thema sagen?”

Es hat mir Spaß gemacht, diese Anfrage wie folgt zu beantworten: 8-)

“So ganz verstehe ich nicht, was Sie genau wollen? Es folgen ein paar Assoziationen, die Ihre Anfrage bei mir hervorgerufen hat.

Früher wurden die Kataloge von Bibliotheken als Zettelkartei geführt. Mittlerweile sind diese alle als elektronische Datenbank online zugänglich, so dass man z.B. den Katalog des Bibliotheksbestandes der TUHH-Bibliothek als ‘elektronisches Karteikartensystem’ bezeichnen könnte.

In unserem Katalog finden Sie übrigens das folgende Buch zur Geschichte des Zettelkastens:
Zettelwirtschaft : die Geburt der Kartei aus dem Geiste der Bibliothek / Markus Krajewski. Berlin : Kulturverl. Kadmos, 2002. (Vgl. auch meine Rezension des Buches in der Zeitschrift Bibliothek. Forschung & Praxis (Jg. 26, Nr. 3, 2002, S. 317-318).

Auf der Website des Autors finden Sie einen elektronischen Zettelkasten, also Software zur Verwaltung von Daten, häufig Literaturangaben. Eigentlich ist jedes Datenbanksystem ein ‘elektronisches Karteikartensystem’.

Vergleichen Sie bitte zur Nutzung von Karteikarten zum Lernen und zur Literaturverwaltung auch folgenden Aufsatz von Markus Krajewski: Elektronische Literaturverwaltungen. Kleiner Katalog von Merkmalen und Möglichkeiten, in: Norbert Franck und Joachim Stary (Hrsg.), Technik wissenschaftlichen Arbeitens (= UTB), 11., vollständig überarbeitete Neuauflage, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn, 2003, S. 97-115 (geringfügige Überarbeitung des Texts für die 12. Auflage, November 2005).

Auch die TUHH-Bibliothek bietet ihren Kunden eine Literaturverwaltungsystem in Form der Software Citavi, die auch in einer freien, nur leicht eingeschraenkten Version downloadbar ist. Auch ein elektronisches Karteikartensystem!”

8-)

Konvergenzen 1

Mittwoch, 09. Dezember 2009

Den Zusammenhang von Informationskompetenz und Kreativität habe ich ja hier schon mal erwähnt. So hat auch das Thema Zugang bzw. Open Access etwas mit Innovation und Kreativität zu tun, wie es etwas die "Charter for Innovation, Creativity and Access to Knowledge : Citizens’ and artists’ human rights in the digital age" betont!

Im Rahmen von Vorbereitungen für einen Innovationsprozess, an dem ich beruflich beteiligt bin, habe ich im Buch “Systemisches Innovations- und Kompetenzmanagement : Grundlagen – Prozesse – Perspektiven / von Gustav Bergmann, Jürgen Daub (2. Aufl. Wiesbaden : Gabler Verlag / GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden, 2008)” gestöbert und hier manches Interessante gefunden, was das Thema Informationskompetenz aus einer leicht veränderten Sicht beleuchtet. Kompetenzentwicklung wird hier als "Fähigkeit zur Selbstentdeckung und -erprobung" (S. 75) beschrieben.

Kompetenzen können nicht absolut und kontextneutral einer Person zugeordnet werden, sondern entwickeln sich in den jeweiligen sozialen Feldern interaktiv. (S.74)

Und weiter:
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