Prof. Helmut Arntz

Im Newsletter der Deutschen Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis ist ein Hinweis auf Prof. Helmut Arntz, der am 31. Mai 2007 im 95. Lebensjahr starb.

Prof. Arntz gehörte zu den auch international renommiertesten Persönlichkeiten des deutschen Dokumentations- und Informationswesens im 20. Jahrhundert.

Von der Wiedergründung der Deutschen Gesellschaft für Dokumentation (DGD), der heutigen DGI, im Jahre 1948 an prägte er neben Erich Pietsch u.a. das Informationswesen in Deutschland. Er war von 1961 bis 1972 Präsident der DGD und von 1973 bis 1980 Präsident der von Paul Otlet und Henri La Fontaine 1895 unter dem Namen Institut International de Bibliografie gegründeten International Federation for Information and Documentation (FID).

Ein weiteres deutsches Buch zur Teaching Library

Teilweise auch in eigener Sache ein Hinweis darauf, dass nach dem Band von Claudia Lux und Wilfried Sühl-Strohmenger (Teaching library in Deutschland : Vermittlung von Informations- und Medienkompetenz als Kernaufgabe für Öffentliche und Wissenschaftliche Bibliotheken. Wiesbaden : Dinges & Frick, 2004) ein weiteres deutschsprachiges Buch zum Thema Informationskompetenz und Bibliotheken erschienen ist:


Krauß-Leichert, Ute (Hrsg.): Teaching Library – eine Kernaufgabe für Bibliotheken. Frankfurt am Main: Lang, 2007.

Der Band vereinigt eine Sammlung von Aufsätzen von Informationskompetenz-AktivistInnen in nDeutschland:

  • Ute Krauß-Leichert: Teaching Library – eine Einführung
  • Wilfried Sühl-Strohmenger: Neue Entwicklungen auf dem Weg zur «Teaching Library» – insbesondere bei den Wissenschaftlichen Bibliotheken
  • Thomas Hapke: Perspektive E-Learning – Die Rolle von Universitätsbibliotheken in neuen Lernumgebungen
  • Benno Homann: Standards und Modelle der Informationskompetenz – Kooperationsgrundlagen für bibliothekarische Schulungsaktivitäten
  • Detlev Dannenberg/Jana Haase: In 10 Schritten zur Teaching Library – erfolgreiche Planung bibliothekspädagogischer Veranstaltungen und ihre Einbindung in Curricula
  • Katrin Seewald: Lehren lernen oder Wie entsteht eine Teaching Library?
  • Oliver Kohl-Frey: Beyond the Bachelor. Informationskompetenz für Anfänger und Fortgeschrittene an der Universität Konstanz
  • Holger Schultka: Gedanken zur (Bibliotheks-)Pädagogik.

Transliteracy

Informationskompetenz (information literacy) ist nicht die ganze Welt! 😎

Transliteracy – Ist Informationskompetenz umfassender oder eher ein Teil davon?

Siehe auch den frei verfügbaren New Literacies Sampler, herausgegeben von Michele Knobel und Colin Lankshear! Auch der Begriff Multiliteracies wird oft verwendet!

Transliteracy is the ability to read, write and interact across a range of platforms, tools and media from signing and orality through handwriting, print, TV, radio and film, to digital social networks.

Siehe auch folgenden alten Blogeintrag!

Interessante Veröffentlichungen aus dem Projekt mediaconomy zur Wissenschaftskommunikation

Im Projekt mediaconomy – Forschungsverbund Internetökonomie der Georg-August-Universität Göttingen sind interessante Beiträge zur Wissenschaftskommunikation unter einer CC-Lizenz veröffentlicht worden:

Mediaconomy ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt der Georg-August-Universität Göttingen zu Problemstellungen in der Internetökonomie… Ziel von Mediaconomy ist es, aus unterschiedlichen forschungstheoretischen Betrachtungsperspektiven die Auswirkungen veränderter Marktstrukturen und Angebotsformen durch internetbasierte, insbesondere mobile Anwendungen am Beispiel der Medienbranche zu untersuchen… Bei der Untersuchung der Veränderungen in der Medienbranche konzentriert sich der Forschungsverbund Mediaconomy auf zwei inhaltliche Schwerpunkte: den Bereich „mobiles Internet“ und den Bereich „Wissenschaftskommunikation“ …

Informationskompetenz und Suchmaschinen

heise online – Hoffen auf die nächste Generation von Suchmaschinen

Hier ein Zitat aus dem Heise-News-Ticker:

"Wir sind definitiv auf dem Weg in die Google-Gesellschaft", konstatierte der Soziologe Rudi Schmiede von der TU Darmstadt und warnte davor, dass Suchmaschinen die Wahrnehmung prägten und die "Definitionsmacht" über das hätten, was Aufmerksamkeit lohnt und erfordert. Die ständigen Rufe nach "Informationskompetenz" oder "Medienkompetenz" hält er nicht für ausreichend. Es bedürfe "der menschlichen Vermittlung zwischen Information und Realität", damit die eigenständige Urteilskraft gestärkt werde, betonte Schmiede. Ob Suchmaschinen dabei unterstützen oder „zur konsumierenden Entmündigung“ beitragen, sei auch eine Frage der Technikgestaltung. (Richard Sietmann)

Deutlich wird in diesem Zitat, dass Informationskompetenz hier sehr instrumentell verstanden wird. Ein weites Verständnis von Informationskompetenz umfasst natürlich auch Reflexionskompetenz zum Bereich Information!

Passend dazu vielleicht mein Vortrag mit dem Titel "Die Nadel im Heuhaufen – Finden von Informationen über Google hinaus" am Tag der offenen Tür der TU Hamburg-Harburg am 31.5.2007.