Archiv für die Kategorie ‘Libraries in general’

Diskussionen um Wissenschaftsverlage, Open Access etc.

Freitag, 17. Februar 2012

Ein paar Links zur Diskussion der letzten Tage:

Theoretisch-philosophische Reflexionen zu Bibliothek und Information

Montag, 16. Januar 2012

Ausgehend von einem Durchblättern des schwergewichtigen Buches "The atlas of new librarianship" von R. David Lankes (Cambridge, Mass.: MIT Press, 2011), zu dem es auch eine spannende Website gibt, suchte ich nach ein paar Rezensionen, fand z.B. die von Dale Askey, und landete in einem Blog mit dem Namen "Sense and Reference".

Dieses enthielt nicht nur eine ausführliche, sehr kritische Besprechung von Lankes’ Buch, sondern in anderen Beiträgen faszinierende Auseinandersetzungen mit grundsätzlichen philosophischen Fragen zu Bibliothek und Information, so auch einen Lankes’ Ansatz weiter kritisierenden Beitrag mit dem Titel "Libraries are not in the construction business".

Ich stimme mit dem Autor des Blogs "Sense and Reference", Lane Wilkinson, in vielen Punkten nicht überein – so vertritt er aus meiner Sicht einer zu einseitig realistische Haltung. Trotzdem sind viele Beiträge spannend, um z.B. die eigene Haltung zu schärfen. In der Diskussion zum zuletzt genannten Blog-Beitrag hat Angela Pashia meine Haltung zur Position von Wilkinson so mit ausgedrückt:

We need a middle ground that breeds a healthy skepticism (I like to think of that as information literacy, the ability to evaluate an information resource) without denying either an objective external reality or the influence of social conditions on learned human behavior.

Ein ebenfalls interessanter Blog-Beitrag befasst sich mit den Themen Literacy und Transliteracy.

BTW: Innerhalb einer Umfrage zum Thema Meta-Literacy von Thomas P. Mackey (siehe auch seinen Aufsatz mit Trudy E. Jacobson "Reframing Information Literacy as a Metaliteracy") habe ich übrigens zur Frage "Which of the following literacies do you think are components of information literacy?" – es folgten "Media literacy, Digital literacy, Cyber literacy, Visual literacy, Mobile literacy, Critical literacy, Health literacy, Other (please specify)" – bemerkt:

You can find dozens of discussions which special literacy is part of which other special literacy. It is a question of the viewpoint and socialization of the discussion member. In case you define ‘literacy’ as „engaging with information in all of its modalities“ like O’Farrill, Ruben Toledano: Information literacy and knowledge management. Preparations for an arranged marriage (In: Libri 58 (2008) p. 155-171, p. 16) all above is literacy! [...] but perhaps you should define meta-literacy as ‘reflecting about literacy’ what I would like.

Wilkinson bietet in seinem Blog auch eine Zusammenstellung von Lektüre zum Thema "Library and Philosophy".

Man müsste auch mal darüber nachdenken, was zum Thema "Theoretisch-philosophische Reflexionen zu Bibliothek und Information" in Deutschland sichtbar ist. Rafael Capurro und auch Uwe Jochum sind mir da sofort eingefallen. Und natürlich der umtriebige Libreas-Blog mit Ben Kaden, der gerade Anfang des Jahres einen Überblick zur Forschung im Bibliotheks- und Informationswissenschaft im Jahre 2011 gegeben hat! Auf dem letzten Bibliothekartag gab es immerhin eine Session zu ethischen Fragen!

Fragen Sie mich übrigens nicht, wann man dann Ganze lesen soll, wenn man als Praktiker in einer Bibliothek arbeitet! Daher hier auch nur ein Hinweis auf die Möglichkeiten, die ich so wahrgenommen habe.

Informationskompetenz auf die Spitze getrieben!

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Aus der Praxis heraus, aufgrund einer aktuellen Anfrage eines Lehrenden meiner Universität, hier ein Beispiel, warum überflüssiges Wissen hinsichtlich der Informationssuche bei den Kunden der Bibliotheken weiterhin notwendig bleiben wird. <Ironie>Informationskompetenz bleibt also ein wichtiges Thema!</Ironie>.

Wenn ich mir über die Elektronische Zeitschriftenbibliothek die Physical Reviews anschauen will, hier z.B. den Teil E, sehe ich, dass eine Nationallizenz vorhanden ist. Klicke ich hier auf die Nationallizenz lande ich beim Dienst GetInfo der TIB Hannover.

Anscheinend kann ich jetzt gezielt über diese Oberfläche GetInfo in der gewünschten Zeitschrift recherchieren. Es werden mir Artikel der Nationallizenz angezeigt und ich kann mir diese auch im Volltext runterladen, hier ein Beispielartikel. Den gleichen Artikel kann ich auf der Verlags-Website des e-journals nicht mehr bekommen.

Was ist hier passiert? Für mich sieht dies so aus, als ob der Verlag das Vorhalten der Zugriffsberechtigung für die Nationallizenz eingestellt hat und dies auf die TIB verlagert hat, die anscheinend gleichzeitig einen Server mit den Volltexten bereitstellt. Wurde all dies irgendwann mal kommuniziert? Habe ich da was verpasst? Wahrscheinlich!?

Diese Entwicklung bedeutet für Kunden zum Beispiel, dass Artikel, die z.B. via Google Scholar auf der Verlags-Website gefunden werden, an manchen Universitäten nicht im Volltext gelesen werden können. Sie müssen wissen, dass sie den gleichen Artikel über GetInfo nochmal recherchieren müssen, um an den Volltext zu kommen. Das wird alles immer verrückter mit der Informationskompetenz!

Man kommt also bei der genannten Zeitschrift an meiner Universität offenbar über die Recherche bei GetInfo weiterhin an die Volltexte der Nationallizenz, jedoch nicht mehr direkt beim Verlag! Aber es wird noch komplizierter: Für die Zeitschrift Physical Reviews B, die die TUHH-Bibliothek z.Zt. abonniert hat, kommen unsere Kunden an die aktuellen Volltexte über die Verlagswebsite, und hier dann auch (!) an die Volltexte der alten Bände!

Alles sehr spannend und als Endkunde, und als der fühle ich mich hier auch, irgendwann sicher kaum noch zu verstehen!?

Ergänzung vom 14.10.2011:

Nachdem ich gestern das Obige ziemlich schnell runtergeschrieben habe, ist mir bewusst geworden, dass die hier beschriebene Entwicklung wahrscheinlich von grundsätzlicherer Natur ist: Die Verlage werden die von den Bibliotheken gekauften elektronischen Ressourcen aus verschiedensten Gründen irgendwann nicht mehr vorhalten können oder wollen. Gerade hat z.B. ein Verlag seine Plattform gewechselt und manche der eBooks sind dabei nicht mit auf die neue Plattform gewandert. Die TUHH-Bibliothek hat dafür die PDF-Dateien der eBooks angeboten bekommen. Vielleicht stellt ein Verlag seine Tätigkeiten in einem bestimmten Segment ein oder geht gar in Insolvenz. Auch dann sind eigentlich dauerhaft lizensierte eMedien plötzlich nicht mehr verfügbar. Oder der Verlag, wie anscheinend bei den Physical Reviews im Rahmen der Nationallizenzen, möchte ältere "Bestände" und Verträge nicht mehr weiter pflegen.

Ausserdem verdienen Verlage dadurch zusätzliches Geld, falls Interessierte via Google oder sonstwie auf der Verlags-Website landen, das Produkt kaufen, ohne zu wissen, das in den Tiefen des Deep Webs die Produkte frei zur Verfügung stehen.

Es werden sich weitere Geschäftsmodelle ähnlich wie z.B. das von JStor entwickeln, die abgelegten Content der Verlage aufnehmen und anbieten. Bibliotheken werden dann in Zukunft statt in ein Büchermagazin in solche wie im Fall von GetInfo durchaus auch von Bibliotheken betriebene Institutionen investieren müssen, um an ihre gekauften elektronischen Ressourcen langfristig heranzukommen.

Was kann man unseren Kunden angesichts dieser Unübersichtlichkeit hinsichtlich der Suche nach bestimmten Volltexten raten? Ich sage z.B. immer, dass die Suche nach einem konkreten Artikel im Volltext durchaus über Google erfolgen kann. Oft findet man hier das Gesuchte sofort. Nur im Falle man nach der Kreditkarte oder nach einem Login gefragt wird, sollte man sich daran erinnern, dass es Bibliotheken gibt 8-) und im Katalog nach der gewünschten Zeitschrift recherchieren, um so eventuell auf weitere "Standorte" der Volltexte zu kommen oder überraschenderweise 8-) festzustellen, dass diese Zeitschrift leider nur gedruckt in der betreffenden Bibliothek zur Verfügung steht.

Informationskompetenz für Information Professionals …

Donnerstag, 22. September 2011

.. bietet eine Aggregator-Seite, auf die Sheila Webber gerade in ihrem Blog hingewiesen hat.

Für deutsche Blogs haben Lambert Heller, Christian Hauschke und Edlef Stabenau vor ein paar Wochen ebenfalls eine Aggregator-Website unter dem Namen Plan3t.info ins Netz gestellt. Wohl mehr als 100 deutschsprachige, einschlägige Blogs findet man hier übersichtlich zusammengestellt. Ich habe mich gefreut, dass dieses Blog auch dabei sein darf! 8-)

Mehr noch, jeden Tag in der Woche von Montag bis Freitag gibt es unter der Kategorie "Stimmen" ein originales Posting von bloggenden Bibliothekarinnen und Bibliothekaren. Die Vielfalt der Themen ist beeindruckend. Hier ein paar Postings, die mir besonders aufgefallen sind:

Es gibt noch viel mehr im Plan3t.info zu entdecken, darunter auch mein eigener, erster Beitrag bei den "Stimmen" mit dem Titel "Eine Ressource für Informationskompetenz damals".

Verschwundene Tätigkeiten, Fachreferat und Informationskompetenz

Montag, 06. Juni 2011

Vor dem Hintergrund des Blog-Beitrages “verschwundene Arbeiten” im netbib-Blog schaut man natürlich auch auf das, was man selbst als Fachreferent "noch" tut.

So trifft das Schlagwort "user-generated aquisition" genau dann voll zu, wenn man aufgrund der wöchentlich von Nutzenden eingehenden Anschaffungswünsche absehen kann, dass das zur Verfügung stehende Geld gerade so ausreichen wird. Dies bedeutet konkret, dass man keine klassische Erwerbungsarbeit mehr macht. Auch das Nachdenken über Approval Plans macht hier nicht mehr wirklich Sinn! 8-)

Was die inhaltliche Erschliessung angeht, habe ich ja immer noch die Illusion, dass die Vergabe von Schlagwörtern und Notationen dazu beiträgt, das Retrieval, besonders den Recall durch die im Normdatensatz mit verknüpften Synonyme zu verbessern oder überhaupt erst sinnvolle Drill-Down-Menüs in sogenannten Next-Generation-Katalogen wie TUBfind zu ermöglichen. Auch können ja vielleicht Ideen wie die von Lambert Heller zur Erschliessung von Literatur via Wikipedia die sachliche Erschliessung ins Semantic Web hinüberretten!

Aber auch die dritte Säule der eigenen Fachreferatsarbeit, die Förderung von Informationskompetenz, ist an einer technischen Universität nicht so nachgefragt, wie man es sich trotz eigener Aktivitäten und Erfolgserlebnisse eigentlich wünschen würde.

Aber auch Blog-Beiträge fördern die Informationskompetenz potentieller Leser. Hier ein paar Beispiele hinsichtlich:

Auch sonst bleiben die Themen, mit denen man im Fachreferat konfrontiert wird oder sich selbst konfrontiert, interessant:

  • Wie kann ein zeitgemäßer Subject Guide im Webauftritt der Bibliothek aussehen?
  • Bibliometrische Analysen für das Forschungsrating, Beratung zur Literaturverwaltung und zum Publizieren werden immer wieder mal nachgefragt .
  • Aber auch ganz klassisch: Wie sieht zeitgemäßes und kundenorientiertes Bestandsmanagement im Lernort Bibliothek aus? Sprich, wieviele und welche gedruckten Bücher machen in Bibliotheksräumen und Lesesälen noch Sinn, wenn – wie von der Bibliothek der schwedischen Chalmers University of Technology schon heute – in Zukunft fast nur noch elektronische Medien angeschafft werden?
  • Ausbaufähig bleibt sicherlich die Beteiligung des Fachreferats an Universitätsbibliotheken aber auch der gesamten Bibliothek in den Bereichen Lernen und Lehren sowie Wissensmanagement (klassischer Beginn wäre hier die Hochschulbibliographie).

Das Hauptproblem der verschwundenen Tätigkeiten liegt für mich aber darin, dass diese gleichzeitig die Grundlage für Stellenbewertungen und Eingruppierungen, vgl. die Situation bei der sogenannten Entgeltordnung (Kampagne vom BIB), darstellen, was Verhandlungen zum Erhalt von Stellen nicht einfacher machen dürfte. Damit kann verhindert werden, dass neue Ideen über neue Köpfe kaum noch Eingang ins Bibliotheks- und Informationswesen bzw. konkret in die jeweilige Institution finden! Und dies ist nicht nur für Bibliotheken und Informationseinrichtungen, sondern auch für deren Kunden fatal!

Der Schlusssatz meines Beitrages mit dem Titel "Helfer im Informationsdschungel" aus dem Jahre 2006 bleibt aber weiterhin gültig:

"Für mich ist kaum ein anderer Beruf denkbar, bei dem man aufgrund der heterogenen fachlichen, technischen und menschlichen Anforderungen so am Puls der Zeit bleibt wie als Informationsspezialist an einer Universitätsbibliothek."

Dies auch aufgrund und trotz der Ungleichzeitigkeiten, die mich an einen meiner Lieblingsphilosophen Ernst Bloch erinnern! 8-)

Zur Zukunft des Konzeptes Informationskompetenz in Bibliotheken

Freitag, 10. September 2010

So lautete der Titel einer Diskussionsveranstaltung der AG Informationskompetenz im GBV im Rahmen der 12. Verbundkonferenz des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (#gbvvk10). [Ergänzt 16.9.2010:] Eine ausführlicheren Bericht von der Diskussion bietet Dörte Böhner in ihrem Blog!

Kurze Eingangs-Statements von Lambert Heller und mir bildeten die Grundlage für eine gut 60-minütige Diskussion unter den mehr als 40 Teilnehmenden.

Meine Eingangs-Präsentation begann mit dem Hinweis auf ein Netbib-Posting, nutzte einige Folien meines Beitrages Nachdenken über Informationskompetenz auf dem Bibcamp 2010 in Hannover und fragte: Wie zeitgemäß ist Ihre Lehr-/Lernsituation im Bereich Informationskompetenz (IK)? Sehen Sie auch die Gefahr eines “Information literacy fatigue syndrome”, wie es ein Kollege beim Bibliothekskongress in Leipzig ausdrückte? Wie zeitgemäß ist das Konzept Informationskompetenz noch?

Die für die Suche in vielen Bibliotheks-Katalogen notwendigen Kenntnisse, um z.B. einen Buchtitel wie „Wir sind doch nicht blöd“ zu finden, wollen und müssen Nutzende eigentlich nicht erwerben, wie moderne, sogenante Web-2.0-Kataloge wie der KUG, beluga oder TUBfind zeigen. Das hier angesprochene “Was?” der Förderung von Informationskompetenz ist laufend zu diskutieren und aktuell zu halten. Der betreffende Buchtitel stellt aber gleichzeitig die Frage nach dem “Wie?” und dem Verhältnis von Bibliotheken und Nutzenden im Rahmen einer Förderung von Informationskompetenz, die ja auch schon von Lambert aufgeworfen wurde.

Lambert plädierte für ein verändertes Bibliotheksmarketing, in dem alle in Bibliotheken Arbeitenden ihre eigene Arbeit und die damit verbundenen Herausforderungen öffentlich (z.B. in Blogs) darstellen und wirklich selbst Erfahrungen im Web 2.0 sammeln. So wäre es möglich, durch Authentizität, Aufbau von Reputation und Nähe zur jeweiligen Community die Entwicklung von Informationskompetenz bei potentiellen Mitgliedern dieser Communities zu fördern, ohne pädagogischen Duktus und in informellem Rahmen. Gleichzeitig würde dadurch dann auch die Einrichtung Bibliothek an Reputation gewinnen.

Hier einige Aspekte und Fragen aus der folgenden Diskussion, die bei mir hängen geblieben sind (Leider habe ich nur bei ein paar Statements noch behalten, von wem diese kamen!)::

  • Unterrichten oder durchleiden lassen (Tobias Buck) – dies ist die zu diskutierende Alternative für IK-Förderung. Wie kann Überblickswissen vermittelt werden und gleichzeitig, das eigene Tun der Nutzenden berücksichtigt werden? Wenn unterrichten, muss dies möglichst handlungsorientiert in einer authentischen Situation erfolgen.
  • Wissen wir wirklich, "wo’s lang geht" oder sind wir nicht vielmehr alle Auto-Didaktiker, auch wenn es um Web(2.0)-Kenntnisse geht?
  • Ist ein Blog-Eintrag nicht eine Art "Schrotflinte" zur Erreichung des Ziele Informationskompetenz, also zu wenig zielgerichtet? Ist der Aufwand für Tutorials z.B. wie LOTSE nicht viel zu hoch im Verhältnis zu Nutzungszahlen?
  • Räume schaffen für Kompetenz-Entwicklung (Oliver Schönbeck).
  • Ist die Hetreogenität dessen, was möglich ist, überhaupt sinnvoll zu behandeln im Rahmen der IK-Aktivitäten?
  • Diskussion am Begriff der Entmündigung: Ist dies das Ergebnis von Google und neuen Oberflächen auch von Bibliothekskatalogen? Oder fördern gerade die kaum benutzbaren Oberflächen der ‘alten’ Kataloge diese Entmündiging? Kann Entmündigung auch etwas Gutes sein in bestimmten Zusammenhängen?
  • Ich selbst sehe eine kritische Haltung zur uns umgebenden Informationswelt, verbunden mit einem Hintergrund-Wissen über die Enstehung, Arbeitsweise und gesellschaftlich-soziale Herausforderungen moderner Informations- und Kommunikationsmittel, als die wesentliche Essenz aller Bemühungen um Informationskompetenz, Medienkompetenz, digialer Kompetenz – egal wie man dies alles nennen will.
  • Wie benennen wir das, was IK-Aktivitäten von Bibliotheken ausmachen, auf unseren Webseiten (Tobias Buck)? Meine eigenen Ideen, den Begriff Informationskompetenz durch Informationskultur zu ersetzen, eignen sich sicher nicht als Label für Nutzende!

Gedanken zu Open Data aus Bibliotheken und der Problematik von Non-commercial-Lizenzen

Freitag, 27. August 2010

Diese quick&dirty zusammengestellte Übersicht zum Thema Open Linked Data und Bibliotheken diskutiert die Frage von Entscheidungen bzgl. einer etwaigen Lizenz zur Veröffentlichung von Katalogdaten. Gerade die Frage, ob eine kommerzielle Nutzung erlaubt werden soll oder nicht, ist immer wieder diskussionswürdig.

Das HBZ stellt seine Lizenzen komplett in die Public Domain, während die UB Mannheim etwas schwammig formuliert, aber kommerzielle Nutzung zunächst definitiv ausschliesst. Auch der Linked Data Service der Deutschen Nationalbibliothek lässt eine kommerzielle Nutzung nicht [Änderung 30.8.2010:] nur nach Absprache zu.

Die für mich fundierteste Übersicht zum Thema Open Linked Data und Bibliotheken bieten Adrian Pohl und Felix Ostrowski. Sie schreiben in einem der in ihrem Blog verlinkten Texten mit dem Titel “Open Data im hbz-Verbund” (S. 5-6):

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Zur Archäologie von Metadaten – ein Erfahrungsbericht

Donnerstag, 24. Juni 2010

Auf dem BibCamp wurde ich von Adrian Pohl nach Literatur zur Geschichte der Katalogisierung und von Metadaten gefragt. Bisher habe ich leider keine Zeit gefunden, hier mal zu schauen, was dazu schon veröffentlicht wurde. Die Aktivitäten der Brücke kann man sicher dazu zählen, vgl. die Folien 25 und 26 meiner Präsentation "Information damals".

Aber auch aktuell genutzte Metadaten haben eine Geschichte, was ich an zwei Beispielen illustrieren möchte.
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Nachdenken über … Gedanken zum Bibcamp 2010 in Hannover

Dienstag, 11. Mai 2010

Das Bibcamp in Hannover am 7. und 8. Mai 2010 war wirklich eine aussergewöhnliche Veranstaltung, dank all der Teilnehmenden, Organisatoren und Sponsoren! Ein paar allgemeine Bemerkungen zum Bibcamp:

  • Bei sonstigen Bibliothekskonferenzen reist man an, weiss schon vorher genau, wer zu welchen Themen vorträgt. Manchmal weiss man sogar im voraus, was derjenige sagen wird. 8-) 30 Minuten Vortragszeit wird von den Vortragenden meistens zu 90% ausgenutzt und dann bleibt maximal noch Zeit für ein, zwei Fragen. Diskussionen passeren selten und wenn nur privat in den Pausen.
  • Ganz anders das Bibcamp! Man fährt hin, ohne genau zu wissen, was einen erwartet. Man weiss, man kann selbst eine Session vorschlagen, ist sich aber unsicher, ob es dafür überhaupt genug Zuhörende gibt. Die Vorschläge bei der Sessionplanung zeigten dann ganz schnell, dass man sich eigentlich drei- oder vierteilen müsste, um all diese interessanten Themen mitzubekommen. Man kann dann nur auf eine gute Dokumentation im Bibcamp-Wiki hoffen! Lange Vorträge sind tabu und die Nutzung von Folien wird kritisch hinterfragt. Bei allen Sessions, die ich besucht habe, wurde in der Regel mit mindestens einem Diskussionsbeitrag vom gröten Teil der Session-Teilnehmenden etwas beigesteuert!
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Vom Aprilscherz zur Zukunft des Bibliothekskataloges

Mittwoch, 21. April 2010

Eigentlich war das Ganze als April-Scherz geplant: Um deutlich zu machen, dass es Open-Source-Komponenten für Bibliothekskataloge und lokale Bibliothekssysteme gibt, die durchaus mit kommerziellen Lösungen (wie Touchpoint und Primo) mithalten können, sollte ein auf der Nutzung der Software vufind basierter Fake einer neuen Oberfläche für den Katalog der Universitätsbibliothek der TU Hamburg-Harburg angeboten werden. Schnell wurde bei den beiden Kollegen Oliver Marahrens und Heiko Weier, die diese Idee hatten, deutlich, dass hier mehr rauskommen kann und innerhalb kurzer Zeit (ohne irgendwelche Fokusgruppen-Interviews und Usability-Tests) war eine gut funktionierende Oberfläche verfügbar, die dann am 1. April als Beta-Version online ging. Nun wirft das Ergebnis dieses Aprilscherzes auch Fragen nach der Zukunft von Bibliothekskatalogen überhaupt auf!

Im Sinne der Zukunftswerkstatt hat die TUHH-Bibliothek einfach etwas ausprobiert, und damit herumgespielt. Web 2.0 heisst eben mitmachen, mitproduzieren und selbst ausprobieren. Und wie es mein Kollege Heiko Weier ausdrückt:

“Vielfalt ist das Schlagwort. Manche mögen OPC4, andere Beluga, oder Touchpoint, oder Primo oder eben Vufind…”

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